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Aufgabe der Woche

Denktechnik-Training: Das Denktechnik-Training findet nur dann statt, wenn man eine Entscheidung trifft, dabei immer wieder ein und dieselben Denkmethode verwendet. Man soll Entscheidungen bewusst treffen. Das fällt meistens leichter, wenn man nach bestimmten vorgegebenen Kriterien denkt. Diese Kriterien sind die Wichtigkeit der Felder und der Steine.

Ablauf des Trainings: Jede Woche werden hier die Trainingsaufgaben in Diagrammen vorgestellt, die jeweiligen Lösungen werden etwa eine Woche später mitgeteilt. Sie versuchen die Stellungen der Diagramme zu lösen. Die Lösungshilfe bekommen Sie durch die Anwendung der B-Methode (Stichwort: 10-Punkte-Programm). Sie werden dann die wichtigen Felder und die damit verbundenen Steine und Züge sehen. Es bleibt nur die Züge auszuprobieren. Wichtig! Sie notieren Ihre Denkzüge und Lösungsversuche. In etwa einer Woche werden die Lösungen erscheinen. Sie können Ihre Lösungen vergleichen und notfalls korrigieren.

Ziel des Trainings: Wenn Sie immer wieder die gleichen, richtigen Denkvorgänge nutzen, werden Sie dadurch schon bald immer häufiger die richtigen Züge finden. Sie bauen langsam Ihre eigene Denktechnik auf, die Technik der Problemlösung. Diese können Sie überall bei jeder Schachstellung einsetzen.



Lösungen 6 - 10

6. Schwarz: SF? RF? d5S>c4; Felder d5,c4 (kontrollieren), Felder e5, d4 (Angreifen) wichtig; Figurenspiel stärken! FF? Bd4 ist angegriffen = schwarzfeldrig; Zielfeld d2; Zielsteine: Bd4, Le3, Sf3, Dd2

13...Da5!

Da5 ist optimal platziert, Idee Tfd8; Le3 befragt (Im Falle Lh6); Dd2 ist indirekt bedroht;  14.a3 mit der Idee 15.b4 geht nicht. 14.Lh6?! Bd4 geschwächt [14.a3 Lb3!; 14.Tac1 Tfd8] 14...Tfd8 Bisguier,A-Karpov,A/Skopje ol (Men) 1972

7. Weiß: SF? RF? d4>e5; Kontrollzone g7, Felder d4, e5 (kontrollieren), e4, f5 (angreifen) wichtig; Felder g7, h7 sind taktisch wichtig; FF? weißfeldrig. Lh6 gegen Sg8; Folge: Felder e4, f5 wichtig = Zielfeld h7; Le7 angegriffen = schwarzfeldrig = Folge: Felder d4, e5 wichtig = Zielfeld g7; Fazit: Weiß soll versuchen das Feld g7 zu besetzen, dabei die Zielsteine Bg6, Bh7 anzugreifen, zu Befragen.

1.Sh5!

Idee Lg7.  Falls 1...gxh5 so 2.Lg7+ Kxg7 3.Df7+ und Matt in wenigen Zügen, oder 1...Lf6 2.Txe8 Lxe8 3.Sxf6+- 1–0 Glek,I-Ivanenko/UdSSR 1986

8.Weiß: SF? RF? e4S>d5; Felder e4, d5, f5 wichtig kontrollieren; Felder d4, c5 wichtig, angreifen; FF? Bd6 bedroht = schwarzfeldrig; Zielfelder c7; Zielsteine: Bc5, Bd6; Idee: b4

26.Bd3

Der Abtausch des Lh7 stärkt die e4-Strategie, die Kontrolle über die weißen Felder e4, f5

26...Lxd3 27.Dxd3 g6 28.Tb1 Lg7 29.b4! ..

1-0 (42) Karpov,A-Smyslov,V/URS-chT 1972

9. Weiß: SF? RF? e4S>f5; Felder e4, d5, f5 wichtig kontrollieren; Felder d4, e5 wichtig, angreifen; FF? Bg7, Bc5 bedroht = schwarzfeldrig; Zielfelder g7; Zielsteine: Bg7, Sd7, Le7; Idee: Tg3

16.Lb5! 

Sd7 ist angegriffen, Idee Lxd7 gefolgt von Tg3; 16.Tg3?! unzureichend Lf6! Topalov,V-Kramnik,V/Novgorod 1996

10. Schwarz: SF? RF? d5S>e4, Felder d5,e4 wichtig, kontrollieren; Felder e5, f4 wichtig angreifen; FF? Bg2, Bh3 bedroht =  weißfeldrig, Zielfeld g2; Zielsteine: Bg2, Bh3, Le2; Le3 bedroht = schwarzfeldrig, Zielfeld f2;

1...Lxh3!

Falls 2.gxh3 so Txe3! (nun agiert Schwarz schwarzfeldrig, Idee Dg3) 3.fxe3 Dg3+ 4.Kh1 Dg2# 0–1 Ernst,Th-Berg,K/Malmo 1988

 
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