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Analyse: Weiß opfert Sf3
1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Sf3 g5 4.d4
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Ein seltener Zug. Häufiger wird 4.h4 oder 4.Lc4 gespielt. Damit öffnet Weiß (e4S>f5) strategisch gesehen eine zweite Front (d4S>e5). Der Kampf dreht sich nicht mehr um das Feld e5 (Vorstoß e5), sondern auch um das Feld d5 (Vorstoß d5). 4...g4 5.Lxf4! gxf3 6.Dxf3 Weiß (e4S>f5, schwarzfeldrig) plant den e5-Raum und das Feld f7 anzugreifen 6...d6
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Schwarz soll das Feld e5 sichern und den wichtigen Zug Sc6 ermöglichen [weniger sinnvoll 6...Sc6?! wegen 7.d5! Schwarz kann das Feld e5 nicht mehr kontrollieren 7...Lg7 a) 7...Df6 8.dxc6 Dxb2 9.Db3 (9.cxb7 Lxb7 10.Db3; 9.Lc4 Dxa1 10.Lxf7+ Kd8) 9...Lg7 10.c3 Dxa1 11.cxb7 Lxb7 12.Dxb7 Lxc3+ 13.Kd1÷; b) 7...Sce7 8.Le5; 8.dxc6 Lxb2 9.Lc4 De7 (9...Lxa1 10.Le5) 10.Sc3 Lxa1 11.Sd5 Dc5 12.Sxc7+ Ke7 13.Sd5+] 7.Sc3 Idee Sd5 [7.Lc4] 7...Sc6 Schwarz soll den e5-Raum zu sichern. Im Falle 8.d5 folgt nun 8...Se5 [Andere Möglichkeiten sind: 7...Lh6 8.Lc4 Lxf4 9.Dxf4 Df6 10.Dxf6 Sxf6 11.0–0 Sbd7 12.Tf4; 7...Dh4+ 8.g3 Dg4 9.De3 c6 (9...Se7 10.Le2 Dg6 11.0–0–0) 10.Le2 Dh3 11.0–0–0 Lg4 12.Lxg4 Dxg4 13.d5! Sd7 14.e5! dxe5 15.Lxe5 Kd8 16.h3] 8.0–0–0 Die Kontrolle über die schwarzen Felder ist für Weiß wichtiger, als Angriff auf das Feld f7. Weiß plant e5 [8.Lc4 Siehe Salmensuu,O-Aleksandrov,A/ Istanbul 2000] 8...h5
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Ein starker Plan: Es droht Lg4 bzw. Lh6 [Falls 8...Lg7so 9.e5!] 9.e5!? [9.h3 Lh6; 9.d5!? Lg4 (9...Se5 10.Lb5+ Ld7 11.Lxe5 dxe5 12.Dg3) 10.De3 Lxd1 (10...Se5 11.Lb5+) 11.dxc6 bxc6 12.Sxd1 Lh6 13.g3 verschafft dem Weißen meines Erachtens ein vollwertiges Spiel.] 9...Lg4 10.De4 Lh6! [10...Lxd1 11.exd6+ Le7 12.d5 Weiß (e4S>f5) möchte die weißen Felder d5, e4, f5 kontrollieren 12...cxd6 13.dxc6 Sf6 14.Da4 Lxc2 15.Kxc2 bxc6 16.Dxc6+ Kf8] 11.Lxh6 Txh6 12.Td2 dxe5 13.h3 [13.d5 Td6 14.h3 Sf6; 13.dxe5 Dg5] 13...Ld7 [13...Lc8 14.dxe5] 14.d5 Sce7 Weiß (e4S>f5, Zielfeld f7) soll die Felder d4, e5 sichern, das Feld f7 Angreifen 15.Dxe5 Kf8
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Die Hauptschwierigkeit für Schwarz liegt darin, dass er nach keiner Seite rochieren kann, so dass er nicht zur Verbindung der Türme kommt. 16.Ld3 Es ist nötig, den Läufer nach d3 zu stellen und die Verdopplung der Türme auf der f-Linie vorzubereiten.  16...Sc8! 17.Tf1 Sd6 18.Tdf2 Weiß verstärkt den Druck auf das Feld f7. Im Augenblick droht am Königsflügel nichts; Weiß sollte seine Initiative gegen Sd6 fortsetzen. /Morozevich,A-Aleksandrov,A/FIDE World Cup-A 2000/

Salmensuu,O - Aleksandrov,A Istanbul ol (Men) Istanbul 2000

1.e4 e5 2.f4 exf4 3.Sf3 g5 4.d4 g4 5.Lxf4 gxf3 6.Dxf3 d6 7.Sc3 Sc6 8.Lc4 nun ergibt sich einen bekannten Stellungstyp für Weiß 8...Sxd4! [8...Dh4+ 9.Lg3 Df6 1–0 Fedorov,A-Adams,M/Pula 1997] 9.Lxf7+

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Ruhige Fortsetzungen versprechen hier nicht mehr. 9...Kxf7 [9...Kd7? 10.Dh3+ Ke7 11.Lg5+ Sf6 12.Lxf6+] 10.Dh5+ Ke6? [Richtig 10...Kg7] 11.Dg4+ [Warum nicht 11.Dd5+! Kd7 12.Dxd4 Sf6 a) 12...Df6 13.e5; b) 12...De7 13.0–0–0 (13.Dxh8 Sf6) 13...Lg7 14.e5; 13.0–0–0 Tg8 14.e5 mit starker Initiative] 11...Kf7 12.Dh5+ Kg7! 13.0–0!
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[13.0–0–0 Sf6] 13...Le6 Schwarz muss das Feld f7 sichern [13...Sf6 14.Lh6+ Kg8 15.Dg5+ Kf7 16.Dh5+; 13...Se6? 14.Le5+! dxe5 15.Tf7#] 14.Tad1 Weiß droht mit Td3 gefolgt von Tg3. Schwarz soll versuchen das Feld g7 (Kg7) mit Lg6 zu decken.  14...Sf6 [14...Sc6? 15.Td3 Lf7 16.Le5+! Sxe5 17.Txf7+! Sxf7 18.Tg3+ Weiß gewinnt; 14...Le7 15.Txd4 (15.Td3 Lf7 16.Le5+ Lf6) 15...De8; 14...Lf7? 15.Le5+; 14...h6!? 15.Txd4 De8; 14...De8? 15.Le5+ dxe5 16.Dxe5+] 15.Lh6+ Kg8 16.Dg5+ Kf7 17.Dh5+ Kg8 18.Dg5+ Kf7 19.Dh5+ Kg8 20.Dg5+ Weiß hat wohl nicht mehr als Unentschieden ½–½

 

 
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