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EuroTeams 2007 Crete, Greece (4.1), 31.10.2007
1.d4 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 Lb4 4.Dc2 0–0 5.a3 Lxc3+ 6.Dxc3 Ein schwarzfeldriger Läufer tauscht einen Springer ab, dies kommt einer Verstärkung einer schwarzfeldrigen Initiative der Springerseite (Weiß) zugute. Weiß (d4S>e4, Felder d4, e5, e4, f5 wichtig) soll nun verstärkt die gegnerischen Steine Angreifen, verdrängen, tauschen, die die Felder d4 und e5 kontrollieren und versuchen die schwarzfeldrige Kontrollzone g7 (Feld g7 ist von taktischer Bedeutung!) zu erobern. 6...b6 7.Lg5 Lb7 8.e3 d6 stärkt das Feld e5. Schwarz (d5S>e4) bereitet die e5-Strategie vor. 9.Se2 Sbd7 10.Dc2 Die Idee ist Sc3. Weiß (d4S>e5, Felder d4, e5, e4, f5 wichtig) versucht die Felder d5, e4, f5 zu sichern. Häufiger wird 10.Dd3 gespielt 10...c5 11.Td1 Dc7 Ein neuer Zug. [11...Tc8 12.Sc3 cxd4 13.Txd4 Tc5 Bareev,E-Efimenko,Z/Turin 2006] 12.Sc3 Weiß (d4S>e5) stärkt das Feld e4, bereitet die e4-Strategie vor 12...cxd4 13.Txd4 a6 Die letzten Züge von Schwarz werden im Sinne der schwarzfeldrigen Strategie (schwarze Felder sichern, weiße angreifen) gespielt. 14.Le2!
Der kritische Zug. Die Idee ist offenkundig: Weiß opfert Bg2 um die g-Linie zu öffnen und das Zielfeld g7 anzugreifen. Nur mit der Entfaltung der schwarzfeldrigen Initiative kann Weiß auf Vorteil hoffen. 14...h6 um Lh6 zu verhindern. Die Königsstellung wird erheblich geschwächt [14...Lxg2?! 15.Tg1 Lb7 16.Lh6; 14...b5!? Schwarz sollte versuchen die Weißfeldrige Initiative zu stärken] 15.Lh4 Lxg2 Kompromisslos! Es ist klar: Die Öffnung der g-Linie begünstigt Weiß. Die Risiken liegen darin, dass Weiß ungestört die Schwarzfeldrige Initiative entwickeln kann, hingegen Schwarz weißfeldrig spielen muss. 16.Tg1 Lh3 Damit wird die Überführung des Läufer auf g6 geplant. Weiß kontrolliert die weißen Felder c4,d5,e4,f5, verfolgt die e4-Strategie in f5-Richtung, soll versuchen die Felder e4,f5 zu besetzen, das Zielfeld g7 anzugreifen. Die gegnerischen Steine, die die weißen Felder kontrollieren, Sf6, Lh3, sollen entfernt (getauscht) werden. [16...Lb7 Die Kontrolle über die Felder d5, e4 ist für den Nachziehenden wichtig! 17.Dd2! (Die Idee ist e4!) d5 (Es droht Dh2) 18.Lxf6 Sxf6 19.Th4 Kh8 20.e4! Weiß (e4S>f5, schwarzfeldrig), Es droht Th6, besitzt eine starke Initiative] 17.Se4! Dies soll Sf6 entfernen, Dc2 ins Spiel gegen Lh3 bringen 17...Sxe4 18.Dxe4 Weiß sichert die Felder e4, f5, droht Le7 18...Lf5 [oder 18...Se5 19.Lf6 Sg6 Der Springer auf g6 steht zu Verteidigungszwecken günstig 20.Sf3 e5 (20...Lf5 21.e4±) 21.Th4 Lc8 (21...Le6 22.Ld3±) 22.Dh5 Der Angriff des Weißen am Königsflügel ist viel gefährlicher als der des Schwarzen am Damenflügel] 19.Dg2
Das Feld g7 ist angegriffen, es droht Le7; Weiß steht schon deutlich besser 19...Lg6 Feld g7 ist gedeckt, die schwarzen Felder nicht [19...g5 20.f4!; 19...g6 20.Le7] 20.Le7± d5 [20...Tfe8 21.Lxd6 Jetzt ist die Stellung des Schwarzen in strategischer Hinsicht hoffnungslos. Weiß kontrolliert den schwarzfeldrigen Raum] 21.Lxf8 [stärker 21.cxd5! Dc1+ 22.Td1 Dxb2 23.dxe6+-] 21...Sxf8 22.h4 [stärker 22.Dg3!+-; Offenbar die Zeitnotphase] 22...De5 23.Dg3 Df6 24.h5 Lf5 25.Dc7 b5 [25...dxc4 26.Dxb6±] 26.Dc6+- Td8 27.cxd5 Kh7 28.Dxa6 De5 29.d6 Dh2 30.Tf1 e5 31.Tb4 Tc8 32.Dxb5 Tc1+ 33.Kd2 Tc2+ 34.Kd1 Sd7 35.Ld3 Sf8 1–0
Alexander Bangiev
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