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12. Runde: Eljanov, Polgar und Carlsen mit Siegen |
Das Spitzenduell Kramnik,V - Carlsen,M
1.Sf3 Sf6 2.c4 e6 3.Sc3 c5 4.g3 b6 5.Lg2 Lb7 6.0–0 Le7 7.d4 cxd4 8.Dxd4 d6 9.Td1 a6 10.Sg5 Weiß sichert damit die weißen Felder und verfolgt das Ziel, die Initiative gegen die schwarzen Felder d4,e5 (Bd6) zu verstärken 10...Lxg2 11.Kxg2 Sc6 12.Df4 0–0 13.Sce4 Se8! 14.b3 Ta7 15.Lb2 Td7
Bd6 ist nun überdeckt. Der schwarze Aufbau ist seit langem bekannt (Van der Sterren,P-Kindermann,S/Munich 1988; Csom,I-Stocek,J/ Budapest GM, 1998). Schwarz (e5S>f4) plant nun mit Sc7 gefolgt von f5, Se4 zu vertreiben. Weiß kann die Schwarzfeldrige Initiative gegen die Felder d4, e5 offenbar nicht aufrecht halten bzw. verstärken 16.Tac1 [16.h4!? um g5 zu verhindern 16...Sc7 17.Sf3 f5 18.Sc3] 16...Sc7 17.Sf3 f5 18.Sc3 g5!
Ein wichtiger Zug. Schwarz soll versuchen, die schwarzfeldrige Initiative gegen die Felder e5, f4 (Sf3, Lb2, Bg3, Bf2, Df4) zu entfalten 19.Dd2 g4! Sf3 ist damit vertrieben, die Felder e5, f4 geschwächt 20.Se1 Lg5 Dd2 ist angegriffen, 21. e3 provoziert 21.e3 Die weißen Felder e4, f3, d3 sind nun geschwächt. Die Zielsteine Bf2, Bh2 sind dadurch festgelegt. Die Lage des Weißen am Königsflügel ist dauerhaft nachteilig. 21...Tff7 Td7 ist überdeckt. [21...Se8 22.Kg1 Sf6] 22.Kg1 Se8 Damit wird die Überführung des Sc7 nach e4 eingeleitet 23.Se2 Die Schwächung von e4 ist nicht freiwillig. Weiß möchte den Springer nach f4 setzen, muss aber das Feld e5 mit Lb2 kontrollieren [23.Sd3 Sf6 24.Sf4 Se5!–+] 23...Sf6 Se4 ist fest geplant 24.Sf4 Dies soll e5 verhindern [24.Dc3?! konnte Se4 verhindern 24...e5!] 24...De8 Carlsen spielt sehr vorsichtig. [24...Se4 25.Sxe6 De8 26.Sg7 De7 ist für Schwarz OK] 25.Dc3 Tg7 ermöglicht Se4 26.b4 Se4
Mit diesem Zug wird der Vorteil des Schwarzen (d5S>e4, schwarzfeldrige Initiative, Zielfeld f2) auf Dauer befestigt: der d4- Raum, die Felder d2, f2 (Bf2) sind kontrolliert und angegriffen 27.Db3 [27.Da3!? Damit wäre es möglich auf a6 zu nehmen, ohne den b-Bauern verdoppeln zu müssen 27...Tge7 28.Dxa6 Ta7 29.Db5 Txa2 30.Sfd3] 27...Tge7 28.Da4 Se5 29.Dxa6? Kramnik nimmt Ba6 doch. Warum ausgerechnet jetzt, nicht im 28.Zug, vermag ich nicht zu erklären. 29...Ta7 30.Db5 [30.Dxb6? Teb7–+] 30...Dxb5 31.cxb5 Txa2
Weiß hat nun eine ungünstige Bauernstellung: der b-Bauer verdoppelt, was später von entscheidender Bedeutung wird. 32.Tc8+ Kf7 33.Sfd3?! [33.Lxe5!? dxe5 34.Sfd3 Lf6 35.Tc6 Weiß (d4S>c5) sollte versuchen, die schwarzfeldrige Initiative zu entfalten] 33...Lf6 34.Sxe5+ dxe5! Lb2 bleibt angegriffen, die schwarzfeldrige Initiative erhalten 35.Tc2 Tea7 Schwarz dominiert auf der a-Linie, die Weiß mit 29.Da6 geöffnet hatte. 36.Kg2 Sg5! um weiterzukommen, wird Schwarz e5-e4 anstreben müssen. 37.Td6 e4!
Ein starker Vorstoß: entfernt Lb2, ermöglicht damit Ta1, befestigt die Bauernschwächen auf f2, h2 und Se1. 38.Lxf6 Kxf6 Es droht nun Ta1! 39.Kf1 [39.Txb6? Ta1 40.Te2 Sf3] 39...Ta1 Der Springer steht auf e1 sehr einsam 40.Ke2 Tb1 Schwarz (d5>c4>e4, schwarzfeldrige Initiative, Zielfeld f2) hat dauerhaften Vorteil; die Bauern des Weißen auf b4, b5, f2 und h2 sind schwach, und sein König steht nicht ganz sicher. 41.Td1 Txb4 42.Sg2 Txb5 Der Vorteil des Schwarzen hat eine entscheidende Wirkung. 43.Sf4 Tc5 44.Tb2 b5 45.Kf1 Tac7 46.Tbb1 Tb7 47.Tb4 Tc4 48.Tb2 b4 49.Tdb1 Sf3 50.Kg2 Td7 51.h3 e5 52.Se2 Td2 53.hxg4 fxg4 54.Txd2 Sxd2 55.Tb2 Sf3 56.Kf1 b3 57.Kg2 Tc2 0–1
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