Methode
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Beitrag im CSS Online, Ausgabe 7-8/2005 Bei den Überlegungen sollen zuerst die kritischen bzw. strategisch bedeutsamen Felder festgestellt werden und anschließend soll nach Zügen gesucht werden.Das Wesentliche ist dabei, dass der Spieler, wenn er die Felder richtig erkannt hat, die gegnerischen Also: Durch die Anwendung der B-Methode werden strategisch bedeutsame Felder festgelegt und gegnerische Steine gesucht und gefunden. Diese sollen in der Folge befragt werden. Und das alles muss blitzschnell geschehen. Nun ist aber der Spieler dran. Er sieht die Kandidatenzüge, soll diese analysieren, vergleichen und den besten Zug festlegen. Der Spieler muss die Wahl selbst tragen. Die Vorwürfe Ich habe mit großem Interesse die kritische Einstellung vom Guido Rothe wahrgenommen. Ich habe keinen einzelnen Anhaltspunkt für eine Diskussion gefunden, sondern sehe die Probleme bei der Anwendung und Einschätzung der B-Methode. Aber auch eine Menge von bloßen Behauptungen bzw.Vorwürfen.
Tatsächlich handelt es sich hier um eine Verwechselung, um einen Fingerfehler. Anstatt e4 wurde d4 eingetippt. Viele Schachfreunde hatten mir diesen Fehler bereits mitgeteilt. Es tut mir wirklich leid. Es ist schlimm, ärgerlich und passiert leider immer wieder. Solche Fehler schaden der B-Methode. Ich denke aber, dass ich dafür solche Sprüche "was dummerweise falsch und entweder der Schusseligkeit des Autors oder einem übermüdeten Lektor geschuldet ist" nicht verdiene. Es kommt einem vor, als ob Autor Rothe den Fehler richtig genossen hat.
Vorwurf 2
Diese Frage kann ich nicht verstehen. Weiß verfolgt hier die Der Bauer auf g6 wird befragt und in der Folge ins Spiel gezogen werden. Neben dem Partiezug 1.Sf5 gab es auch andere weiße Möglichkeiten. Nach dem Partiezug spielt Weiß aber schwarzfeldrig. Es droht z.B. 2.Dh6. Das Problem ist, dass jeder Zug die entstehende Felderkontrolle ändert und dadurch die Einschätzung der Stellung. Was hier falsch wäre? Ein Spieler sieht diesen Zug ohne Wenn und Aber, der andere nicht oder zweifelt darüber. Mit einer gut entwickelten Denktechnik bekommt man hier keine Schwierigkeiten, einen solchen Zug sekundenschnell zu sehen. Wo liegt das Problem? Es folgt aber eine interessante Schlussfolgerung. Zitat: "Der größte Makel der Bangievschen Denkakrobatik besteht darin, dass immer wieder der Versuch unternommen wird, die Methode so hinzuwürgen, dass sie sich auf ein funktionierendes Exempel projizieren lässt." Es ist eine bloße Verdächtigung. Ich möchte darauf hinweisen, dass die B-Methode auf drei veröffentlichten CD-ROMs zur Felderstrategie zu den Themen "Taktik", "Eröffnung" und "Mittelspiel" getestet wurde, worauf über 1000 Partien bzw. Partienabschnitte betrachtet worden sind, zum großen Teil aus der Praxis der Spitzenspieler. Alle Stellungen werden mit der B-Methode betrachtet. Ich denke, von Denkakrobatik kann hier keine Rede sein. Es sei selbstverständlich dem Autor Rothe erlaubt, die auf den CDs dargestellten Partien auch anders zu betrachten. Zitat: "Gerade hinsichtlich der Farb-Strategie stößt die Bangiev-Methode mehr als oft an ihre Grenzen. Und das ist ja auch gut so, denn die märchenhafte Ästhetik von Fischers Spiel stellt sich ein, weil seine Kombination nicht auf einen bestimmten Felderkomplex beschränkt bleibt, sondern Brett umfassend stattfindet, wobei seine Figuren kaleidoskopartig zu einer wunderbaren Koordination ausschwärmen." Betrachten wir die obige Stellung. Schwarz verfolgt die d5-Strategie in Richtung e4. Farb-Frage ist klar: schwarzfeldrig. Springer d3, Dame d8, (Man muss verstehen, dass die Dame auf d8 doppelt so viele schwarzen Felder kontrolliert wie weiße), Läufer g7, Springer f6 angesichts des Manövers Springer g4. Die weißen Steine kontrollieren dagegen überwiegend die weißen Felder. Die Felder sind f2, e3 und d4. Kandidatenzüge sind: 15...Sg4 (geht nicht wegen 16.Td3) und 15...Sf2 gefolgt von 16...Sg4.Partie: 15...Sf2 16.Kf2 Sg4. Was ist hier falsch? 17.Kg1 Se3 Nun spielt Schwarz aber weißfeldrig! 18.Dd2. Zitat: "Immerhin erwähnt Bangiev selbst, dass man sich seine drei Power-Fragen vor jedem einzelnen Zug stellen muss und konstatiert bei der Fischer-Partie nach 18.Dd2 ebenfalls einen Farbwechsel."
Richtig. Schwarz agiert nun weißfeldrig, (
Die Worte "sich auf dieser Grundlage an den Rand des Abgrunds zu begeben" lasse ich unbeantwortet. Ich möchte doch kein Theater, sondern Schach spielen.
Die Nutzungsfrage der B-Methode ist mit einer anderen Frage eng verbunden. Nämlich: Was möchte ich im Schach? Möchte ich das Schach erfolgreich trainieren und spielen, wie ein echter Sportler oder möchte ich lieber sozusagen auf der Tribune sitzen und zuschauen, wie die Schachgroßen das Schach spielen? Ich denke, jeder sollte sich zuerst diese Frage beantworten. Um beim Schach zuzuschauen, braucht man keine Denktechnik. Um Schach zu spielen, geht ohne Denktechnik nichts. Jeder muss dies für sich entscheiden. Zitat: "Die Bangiev'sche Felderstrategie steht von Beginn der CD an unter keinem guten Stern. Im ersten Lernbeispiel, der Unsterblichen Partie Anderssens entnommen, wird die kreative Romantik des deutschen Vorkämpfers mit der quasiwissenschaftlichen Denkweise der B-Methode in Einklang gebracht. Bangiev definiert hier Anderssens Zug 18.Ld6 als logisches Ergebnis der Drei-Fragen-Strategie und weist nach, wie man mithilfe der B-Methode das weiße Opferspiel initiiert. Der Ausgang von Anderssens wundervoller Kombination gibt ihm scheinbar Recht: 18.Lxg1 19.e5! Dxa2+ 20.Ke2 Sa6 (es drohte Sxg7+ und Lc7 Ich glaube, hier gibt es ein Missverständnis. Schauen wir die Digramm-Stellung an: Weiß (Anderssen) verfolgt die Warum wird hier gemeint, dass die B-Methode versagt hat? Eine falsche Einschätzung. In der Tat ist es genau umgekehrt. Der Partiezug 18.Ld6 hat dazu beigetragen, dass Schwarz in der Folge nur mit den Steinen antworten musste, die die schwarzen Felder im e5-Raum verteidigten. 18...Lg1 (?) (Läufer c5!) Besser 18...Da1 19.Ke2 Dc2! (Gegenangriff); 19.e5! (wieder ein schwarzfeldriger Zug um Db2 auszuschalten) 19...Da1 (im Artikel wurde hier irrtümlich 19...Da2+ 20. Ke2 angegeben, wahrscheinlich ein Fingerfehler!) 20.Ke2 Sa6 (verteidigt das Feld c7) 21.Sg7! (Bauer g7 ist weg) Kd8 22.Df6! (Sg8 ist gefragt und ins Spiel hineingezogen) 22...Sf6 23.Le7 . Was ist hier zu beachten? Alle schwarzen Steine, die Weiß in der Ausgangsstellung ins Spiel verwickeln möchte, werden in der Tat durch den Zug 18.Ld6 usw. befragt und ins Spiel gebracht(!). Die "Befragungs-Regel", nämlich die notwendige Befragung der gegnerischen Steine, die strategisch bedeutsamen Felder verteidigen, sozusagen das Markenzeichen der B-Methode, wurde in dieser Partie in wunderbarer Weise bestätigt. Und das steht im Gegenteil zu den Behauptungen vieler Kommentatoren.
Die Einschätzung der ganzen Methode aufgrund des möglichen Misserfolges des Zuges 18.Ld6 scheint mir unseriös zu sein. Schauen wir weiter. Zitat: "Wer von der Felderstrategie tatsächlich eine Übungsmethode zur Verbesserung des strategischen Schachverständnisses erwartet, wird enttäuscht sein. In Wirklichkeit handelt es sich um ausschließlich taktisch orientiertes Material. Die zweihundert Übungsaufgaben mögen sicher dazu beitragen, den taktischen Blick zu schärfen, aber dafür bedarf es in aller Regel keiner Kenntnis über e5-, d5- und sonstige Räume". Dieser Kommentar löst bei mir einige Verwirrung aus. Ich weise darauf hin, dass es sich um die CD "Felderstrategie 1, Taktik" handelt. Was ist der Makel an einer CD über die Taktik im Schach, wenn sich das Material aus Taktikaufgaben zusammensetzt? Die hier von mir entkräfteten Vorwürfe gegen die B-Methode haben nicht mit der Richtigkeit der Methode, sondern mit dem Verständnis der Methode zu tun. Die B-Methode soll vom Spieler richtig verstanden und umgesetzt werden. Hier sehe ich ein großen Klärungsbedarf. Bei jedem Sport wird die Sporttechnik den Lernenden durch den Trainer beigebracht. Im Schach ist das genauso: Es muss eine neue Trainergeneration aufwachsen, die den Lernenden die Denkmethode im Schach anstatt die Theorie des Schachs beibringt. Zitat: "Aus diesem Grund möchte ich all jene, die sich ungeachtet dieser Besprechung für die 20 Euro teure ChessBase-CD entscheiden, vor einem unkritischen Studium des ihnen zur Verfügung gestellten Materials warnen. Die Eindimensionalität der B-Methode könnte sonst zu so manchem Schiffbruch führen." Warum sollte man so energisch und zielstrebig von der CD "Felderstrategie 1, Taktik" abraten? Gibt es persönliche Gründe? Hat der Hersteller, nämlich die Firma "ChessBase GmbH" einen Fehler gemacht? Oder ich? Oder kennt Autor Rothe eine andere CD bzw. ein Buch über die Denktechnik? Es wäre für mich von außergewöhnlicher Bedeutung, wenn er mir den Namen dieses wertvollen Werkes verraten könnte.
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Felderstrategie