Methode
Leserbriefe
Das Grundprinzip der Fragetechnik beruht aber auf der Erfahrung
| Das Grundprinzip der Fragetechnik beruht aber auf der Erfahrung |
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Natürlich sollen und müssen wir lernen, den Stellungen und Spielverlauf
zugrunde liegenden Denkprozess zu begreifen und immer öfter anzuwenden.
Deine Fragetechnik ist sicher eine effektive Strategie, zielgerichtet über die Lösung einer Stellung nachzudenken. Das Grundprinzip der Fragetechnik beruht aber auf der Erfahrung, die wir erst durch Turnierpartien, Nachspielen und Aufgabenlösungen erwerben. Ohne diese Erfahrungen können wir die deine Fragen zwar stellen, aber wir verstehen ihre Antworten nur unzureichend.
Es ist zwar schön und gut zu wissen, dass man z.B. eine weissfeldrige Bauernstrategie in Richtung Königsflügel verfolgt und die
Es ist ähnlich der Aneignung unserer Muttersprache: Wir lernen sie immer besser anzuwenden, ohne uns ihrer grammatischen oder stilistischen Regeln bewusst zu sein. Natürlich schadet es nicht, sie zu kennen, aber es ist nicht immer ) notwendig und kann in konkreten Situationen sogar hinderlich sein.
Beim schachlichen Denken aus klassischer und felderstrategischer Sicht handelt es sich um 2Seiten ein und derselben Medaille: Du gehst logischerweise vom Primat der Felder aus und betonst damit das Wesentliche jeder Stellung. Die klassischen Kommentatoren "vernachlässigen" diese Grundlagen in der Regel; sie heben stattdessen die Besonderheiten der Steinanordnungen hervor. Dabei ist es dein Verdienst, dass du dem Schachspieler (Schüler, Meisteranwärter oder Kommentatoren) eine konsistente Theorie und Denkmethode anbietest. Sie ist einzigartig, aber nicht der einzige und immer effektivste Weg sein Schach zu verbessern.
Bitte, stell das Thema nicht wieder so knochentrocken dar. Du solltest offen bleiben für andere Wege. Denksport und Schachspiel sind keine Gegensätze. So notwendig und wünschenswert deine Felderbetrachtung ist; aber sie ist oft sehr abstrakt und erst aufgrund der Steinanordnung konkret nachvollziehbar. Deine Fragetechnik ist sicher für die Stellungseinschätzung sehr hilfreich; man soll sie aber nicht allzu dogmatisch verteidigen. ;-)
Clemens Hünerberg |
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