Für das Erlernen sollte man über reichliches Trainingsmaterial verfügen, und zwar Material besonderer Art:
Material, das die Eckpunkte der B-Methode an Hand von Großmeisterpartien (Großmeister sind die perfekten Denktechniker!) darstellt, erläutert und veranschaulicht. Nach der B-Methode zielen die Trainingskommentare darauf ab, die Felder-Zug-Denkmethode des Spielers zu entwickeln. Sie will dem Spieler die Kriterien bzw. Regeln für ein Denken geben, die seine Schachspielstärke angemessen fördern.
Die ausgewählten zum Training Partien bzw. Partienfragmenten sollen nach dem Prinzip - erst die Felder prüfen und dann erst die in Frage kommenden Züge - kommentiert werden. An den kritischen Stellen, unter dem Motto „der Trainer immer ausführt, wie man an jeder Stelle denken muss“, werden die zu dem vorliegenden Zeitpunkt wichtigen Kontrollzone und die damit verbundenen Steine in einer abgekürzten Form aufgezeigt, z.B. Kontrollzone c7; Befragen: Bd6, Sc6, Dc7; d.h. die Kontrollzone des Feldes c7 stellt in der Stellung die wichtigen Felder dar, und die Steine Bd6, Sc6, Dc7 sollten möglich schnell befragt, d.h. ins Spiel verwickeln werden.Die Kommentierung bzw. Analysen der Schachpartien nach der B-Methode erfordert die Anwendung immer wieder dieselben Denkformen, bzw. Fragen. Es ist also möglich diese Denkformen zu formalisieren, bzw. abkürzen. Diese Form der Darstellung kann dazu beitragen, dass der Anwender die Entwicklung der eigenen Denktechnik fördern kann.Die eigene Denktechnik zu fördern bzw. zu trainieren, heißt es, den eigenen Denkprozess streng zu kontrollieren. Ein Denkprozess, der nach den klaren und kurzen Formeln verfolgt ermöglicht auch eine sichere Selbstkontrolle.Bei der Anwendung der Felder-Zug-Denkmethode werden eine Reihe von Fragen aufgeworfen. Durch die Beantwortung dieser bestimmten, immer gleich bleibenden Fragen, lassen sich zunächst die Schlüsselfelder, dann die gegnerischen Steine, die diese Felder kontrollieren, erkennen.Dieses Verfahren besteht aus drei Fragen: Strategie-, Richtung- und Farbe-Frage.
- Die Strategie-Frage beantworten; mit der Beantwortung der Strategie-Frage soll der für Verteidigung eigene
Raum definiert werden.
- Die Richtung-Frage beantworten; mit der Beantwortung der Richtung-Frage sollen die für Angriff besonders kritischen Felderzonen des feindlichen Raums festgestellt werden.
- Die Farbe-Frage beantworten;
Mittels Beantwortung der Farbe-Frage sollen diese für Angriff besonders kritischen Felderzonen farblich konkretisiert werden.
Aus der Antworten auf die Strategie-, Richtung-, Farbe-Frage ergeben sich die farblichen Felderzonen, die der Spieler durch die Entfaltung der einfarbigen Initiative Angreifen und erobern sollte. Diese Felder gehören zu den Basisfeldern jenes Raums, d.h. die Basisfelder des e4-, d4-, e5-, d5-Raums, nämlich die Felder b7,c7,d7,e7,f7,g7 (e5-, und d5-Raum); die Felder b2,c2,d2,e2,f2,g2 (e4-, und d4-Raum); Nach dem Koordinierungs-Gesetz "Die Strategie-Farbe und die Initiative-Farbe müssen einander entsprechen", soll man bestrebt sein die Strategie und die Initiative farblich abzustimmen; d.h. für die Entfaltung einer weißfeldrigen Initiative soll man den eigenen weißfeldrigen Raum unter Kontrolle bekommen, also die entsprechende Strategie zu Grunde legen (für Weiß e4-, für Schwarz d5-Strategie); für die Entfaltung einer schwarzfeldrigen Initiative soll man den eigenen schwarzfeldrigen Raum unter Kontrolle haben, (für Weiß d4-, für Schwarz e5-Strategie).Daraus ergibt sich für das Spiel folgende entscheidende Frage: Wie kann ich diese wichtigen Felder mittels der eigenen Steine erobern? Im Weiteren wird die Anwendung der B-Methode anhand der Beispielpartien veranschaulicht. Siehe "Partien zur Methode".
Autor: Alexander Bangiev
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