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Die B-Methode
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Die B-Methode ist eine Feldertheorie. Als solche prüft sie vor jedem Zug die Konstellation der Figuren nach ganz bestimmten vorgegebenen Kriterien. Die B-Methode besteht aus immer wieder zu stellenden „Fragen", die zu beantworten sind, um die Grundlagen der Stellung erfassen zu können.
Die Fragen
Die
Strategie-, Richtungs- und Farb-Fragen definieren die eigenen Stärken
und die Schwächen des Gegners. Sie engen die Anzahl der relevanten
Felder soweit ein, dass alle verbleibenden Züge, die auf diese Felder
wirken,
Die Strategie-Frage (SF)
Sie
entscheidet über die angestrebte Felderkontrolle. Man bedenkt die
strategischen Elemente der Stellung, die entstehenden Felderschwächen
beider Seiten. Dies ermöglicht einen Überblick über die Felderlage.
Dadurch kann man besser über die Chancen einer in Frage kommenden
Strategie entscheiden. Die Überlegungen führen zu der Festlegung des
eigenen Raums. Dieser ist entweder weißfeldrig oder schwarzfeldrig. Man
entscheidet sich stets für die angestrebte Felderkontrolle. Dazu gibt
es zwei Möglichkeiten: a) weiße oder b) schwarze Felder zu
kontrollieren.
Die Richtung-Frage (RF)
Jetzt
sind die Kräfte in der festgelegten Richtung zu bündeln. Man
entscheidet sich bei der Richtung-Frage für die angestrebte
Felderkontrolle a) am Königsflügel oder b) am Damenflügel. Dazu wird
eine Richtung diagonal vom „Strategiefeld" der eigenen Strategie, d.h.
d4, e4, d5 oder e5, bestimmt.
Mit der Klärung der Richtungs-Frage
werden auch die für die Kontrolle strategisch relevanten Felder
(Kontrollzone) bestimmt. Je nach vorhergehender Beantwortung der
Strategie-Frage gibt es dem entsprechend jeweils nur zwei
Möglichkeiten:
Weiß entscheidet sich bei Verfolgung der
e4-Strategie zwischen a) Richtung d5 oder b) Richtung f5. Bei
Verfolgung der d4-Strategie entscheidet er sich zwischen a) Richtung c5
oder b) Richtung e5 Die Farbe-Frage (FF)
Man
kontrolliert die eigenen aktiven
Kandidatenzüge wahrnehmen
Durch
die Anwendung der B-Methode werden die Kandidatenzüge gesehen und
wahrgenommen. Das Zug-Sehen und das Zug-Wahrnehmen bedeutet eigentlich
dasselbe. Dennoch gibt es einige kleine Unterschiede.
Bestimmung des geeigneten Partiezuges Zum Schluss müssen diese Kandidatenzüge verglichen und auf ihre Wirkungen hin überprüft werden, bis schließlich der beste Zug gefunden ist. Die Bestimmung des geeigneten Partiezuges unter den Kandidatenzügen erfolgt durch die Analyse der in Betracht kommenden Kandidatenzüge mit dem Ziel, die beste Fortsetzung herauszufinden. Dazu eine Bemerkung: Diese „beste Fortsetzung" ist oft nur eine sehr subjektive Wertung, abhängig von der Qualität der Analyse sowie den Kenntnissen, Erfahrungen und Vorlieben des Spielers. Wichtig ist außerdem die Partie-Zielsetzung des Spielers. Will er unbedingt gewinnen, dann muss er oft gewisse Risiken eingehen, will er Remis spielen, dann gelten andere Wertungen. Autor: Alexander Bangiev |
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Kandidatenzüge