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Der Spieler entscheidet
Man soll in jeder Spielsituation versuchen, eine Lösung zu finden. Dafür benötigt man eine breite Informationsbasis über die vorliegende Stellung, wobei die drei Standardfragen als Lösungshilfe im Vordergrund stehen.

Die drei Fragen nach Strategie, Richtung und Farbe sind miteinander untrennbar verbunden. Bei den Antworten auf die Fragen spielt das Koordinierungsprinzip (siehe dort) eine herausragende Rolle. Danach soll versucht werden einfarbig zu handeln, die Strategie und Initiative farbig aufeinander einzustimmen. 
Bei der Suche nach Lösungen muss der Spieler die Erfolgsaussichten jeder Handlung einschätzen und vergleichen. Dabei hat er zwei Handlungsmöglichkeiten: Handlung aus eigener Stärke und Handlung aus gegnerischer Schwäche.

Bei der Einschätzung der eigenen Stellung handelt sich um die Feststellung der eigenen Stärken, der Spieler möchte aus eigener Stärke handeln.
Bei der Einschätzung der gegnerischen Stellung handelt sich um die Feststellung der gegnerischen Schwächen, der Spieler möchte aus gegnerischer Schwäche handeln.
Die Handlung aus eigener Stärke erfordert die Verstärkung der Initiative-Farbe der eigenen Strategie. Die Handlung aus gegnerischer Schwäche erfordert die Verstärkung der Initiative-Farbe der gegnerischen Schwäche.

Beispiel:

1. f4 d5 2. Sf3 Sf6 3. b2 e6 4. Lb2 Le7  5. e3 0-0 6.Ld3 b6 7.0-0 Lb7 8.Se5 Sd7 9.Tf3 c5 10. Tg3 g6 11.Th3 Se4 

fragen

Strategie-Frage? d4, Richtung-Frage? e5 = Kontrollzone g7, Farbe-Frage? schwarzfeldrig (Se4, Sd7 bedroht) = Zielfeld (Kontrollzone) g7; Zielsteine: Sd7, Se4, Kg8 (kontrollieren Felder der Kontrollzone g7) 

12. Sxd7

Sd7 entfernt = die Kontrolle über die Felder d4, e5 verstärkt;

12...Dxd7 13. Lxe4 

Se4 entfernt = die Kontrolle über die Felder d4, e5 verstärkt; 

13...dxe4

SF? d4, RF? e5 = Kontrollzone g7, FF? weißfeldrig (Bh7 bedroht) = Zielfeld h7; Zielsteine: Bh7, Kg8  

14.Dh5!

Es droht 15.Dxh7

14...gh5

Bg6 entfernt, Feld g7 geschwächt

15.Tg3

Die Kontrollzone g7 wird nun kontrolliert, Kg8 angegriffen. Weiß gewinnt.

Autor: Alexander Bangiev 

 
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